Küche & Kalkulation
Nicolai Wiedmer
Sternekoch
Bringt Mengen-, Sättigungs- und Allergenlogik aus der Sterneküche ins Catering-Maßstab.
Was eine korrekte Catering-Kalkulation enthält, wie Mengen über Anlass, Gäste und Sättigungsgrad berechnet werden — und ab welcher Frequenz Sie eine Software statt einer Vorlage brauchen.
Eine professionelle Catering-Kalkulation hat drei Ebenen: Mengen pro Position (Wieviel pro Gast?), Preise pro Position (Wieviel kostet die Position?) und Aggregation (Wieviel kostet das gesamte Event netto, brutto, je MwSt-Satz?). Wer eine Ebene auslässt, riskiert Fehlbestellungen, Margenverlust oder steuerliche Korrekturen.
Privatkunden bekommen Brutto-Preise — wie im Restaurant. Firmenkunden brauchen Netto-Preise mit MwSt-Ausweis pro Position. Reine Lieferung ohne Service: 7 % MwSt. Speisen mit Service vor Ort: 19 % MwSt. Mischfälle (Lieferung + Aufbau + Service) müssen pro Position sauber aufgeteilt werden — sonst gibt es bei der Steuerprüfung Korrekturen.
Eine Catering-Software macht diese Trennung automatisch. Wer in Excel kalkuliert, muss zwei Spalten pflegen und an jede Position denken.
Ein solider Catering-Kalkulationsbogen in Excel enthält pro Zeile: Position, Menge, Einheit, Einkaufspreis, Aufschlag, Verkaufspreis netto, MwSt-Satz, Verkaufspreis brutto. Spalten am Tabellenende aggregieren netto, brutto und MwSt pro Satz. Funktioniert.
Die Grenzen: Vorlagen werden kopiert, mutiert und altern. Saisonale Preisänderungen werden vergessen. Mengenformeln stehen in der Erinnerung des Kalkulators, nicht im Bogen. Wer mehr als fünf Angebote pro Woche schreibt, vererbt Fehler von Excel zu Excel.
Eine Catering-Software ersetzt den Excel-Bogen durch eine Regelengine: Anlass + Gäste + Tageszeit + Ernährungsprofil → Mengenvorschlag pro Position. Sie verfeinern, statt jedes Mal von vorn zu kalkulieren. Steuersätze trennt das System automatisch, Brutto/Netto schaltet je nach Kundentyp.
Bei fünf Angeboten/Woche und 40 Min Ersparnis pro Angebot ergibt das rund 3,3 Stunden — pro Woche. Bei 30 €/Std Vollkostensatz refinanziert sich Ktering ab 149 €/Monat in etwa acht Werktagen pro Monat. Bei zehn Angeboten/Woche schon nach knapp vier Werktagen.
Ktering ist nicht von Software-Beratern entworfen, sondern gemeinsam mit Menschen, die jeden Tag Catering machen.
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